Gedanken zur Jahreslosung 2018

Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de


Mit der Jahreslosung für das neue Jahr nähern wir uns dem Ende des letzten Buches der Bibel. "Und er sprach zu mir: Es ist geschehen: Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst."
Ein Detail aus dem Bild, mit dem Johannes seinen Leserinnen und Lesern einen neuen Himmel und eine neue Erde vor Augen malt. Und uns verdeutlicht, wir sind nicht nur auf dem Weg in ein neues Jahr. Wir sind zugleich auf dem Weg zum Ziel unseres Lebens am Ende aller Zeiten.  
Gottes kommende Welt wird meistens in Bildern beschrieben, die das Gegenteil von dem behaupten, was wir heute belastend in unserem Leben erfahren, wie auch hier. Wasser begegnet uns im Alltag und in den Nachrichten. Wasser gehört zu den kostbarsten Gütern und zugleich wird Wasser immer knapper. Versiegende Quellen. Wasser aus Lastwagen. Jeden Tag sterben weltweit mehr als 6.000 Menschen aufgrund von Wassermangel. Dem gegenüber stehen Katastrophen, verursacht von ungestüm hereinbrechenden Wassermassen, die Menschen ihrer Lebensgrundlagen berauben.
Ganz anders verhält es sich mit dem Wasser am Ende der Zeiten. Es steht den Menschen grenzenlos zur Verfügung und bricht keinesfalls ungestüm über die Natur und die Menschheit herein. Gott gibt Durstigen von der Quelle des lebendigen Wassers. Großzügig. Umsonst. Bedingungslos.
Dieses große Bild rührt eine tiefe Sehnsucht in uns an, dass das wesentliche in unserem Leben kein Preisschild hat. Stärkt unsere Hoffnung, dass Gott "der große Durstlöscher" ist. Lädt ein, schon heute aus den Quellen von morgen zu schöpfen. Fordert heraus, unsere Gegenwart von der Zukunft her zu gestalten. Will Bewegung in unser Leben bringen. Wie der Wasserstrom in Stefanie Bahlingers Grafik zur Jahreslosung Bewegung ins Bild bringt. Zwei Gefäße deuten sich an. Die Bibel vergleicht unser Leben immer wieder mit Gefäßen. Keinen makellos glänzenden, sondern irdenen! Genau die will Gott mit seinem lebendigen Wasser füllen. Genau da hinein legt er seinen Glanz. - Wer schweigt, hört. Wer die Augen schließt und zur Ruhe kommt, sieht. Wer glaubt, weiß es. Wer kämpft, wird ermutigt. - Glanz kommt von dem, der der Anfang und das Ende ist. So überstrahlt das geschwungene goldene Kreuz die gesamte Grafik.
Für das neue Jahr 2018 wünsche ich uns jede Menge Quellerfahrungen. Und dass es uns gelingt, aus Dankbarkeit verantwortlich mit den uns anvertrauten Wasserressourcen umzugehen.                                     

Peter Arpad

Auszug aus dem Gemeindebrief 01/2018

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