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Jesus - Frieden! Auf der Erde?! Jesus - Frieden! Auf der Erde?!

o    Weihnachtszeit
Wir hörten in der Weihnachtsgeschichte die Namen mächtiger Männer der damaligen Zeit. Jeder steht auf seiner Weise für das, was die Bevölkerung damals bedrückte. „Augustus“ für Ausbeutung, „Quirinius“ für quälende Fremdherrschaft, „Herodes“ für herzlos.
Doch wenn wir die Weihnachtsgeschichte weiter lesen, kommen wir zum Kind in der Krippe, zum Stern und zu den Engeln.
Die Namen der Mächtigen sollen also nicht beeindrucken. Sie sollen nur deutlich machen, dass die Sehnsucht groß war nach Gerechtigkeit, nach Trost, nach einem neuen Weg. Dass die Menschen das Kind in der Krippe dringend brauchten, den Stern in der Nacht und das Friedenslied der Engel.
Wir heute können von der Weihnachtsgeschichte lernen, dass Gott Mensch wird, um uns menschlich zu begegnen. Weil auch wir eine Liebe brauchen, die unendlich ist. So klein, dass niemand Angst vor ihr hat und gleichzeitig so beeindruckend, dass man nur staunen kann.
K wie Kind (oder klein oder Kontrast)
"Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe; denn sie hatten keinen Platz in der Unterkunft bekommen." (Lukas 2,7)
So kommt Gott zur Welt. Menschlich, körperlich, fassbar, anwesend, nah, sich offenbarend. Inszeniert keine beeindruckende Show. Wird ganz gewöhnlich geboren. Jesus kommt als erstes Kind seiner Mutter zur Welt. Noch ist er Marias ganzes Glück.
Doch schon bald werden die ersten Besucher kommen.  Sie werden das Baby ansehen. Es wird ihnen sehr anders vorkommen als erwartet, viel kleiner. Sie werden staunen. Es wird sie verzaubern. Sie werden ein Geheimnis entdecken: Liebe, die keine Gewalt braucht, nicht zwingt, nicht protzt und nie alles tut, was sie könnte. Sie werden ihr Glück finden. Und dafür Gott loben.
MENSCH GERNEGROSS
trifft
gott gerneklein
o    E wie Engel (oder endlich, ersehnt)
"Auf einmal trat der Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie."
Endlich ist die Dunkelheit bezwungen, endlich ist die Nacht vorbei, endlich werden Menschen frei.
Oder im O-Ton der Engel:
»Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde«  
Dieses erste Weihnachtslied zeigt wie Gott durch die Geburt Jesu in einzigartiger Weise Frieden schließt mit uns. Jesus kommt in einer Notunterkunft zur Welt, durchquert die Wüste der Verlassenheit, trägt die Kleidung eines Ausgestoßenen, erleidet das Elend der Ausgrenzung. Und hört nicht auf, zu lieben.
Jesus weist uns einen Weg, wie unser Leben gelingt: indem wir Gott lieben und unsere Mitmenschen und uns selbst. Er hält es für möglich, dass unsere Seele beginnt, dem Frieden zu trauen von dem die Engel singen. Dass wir im Frieden leben mit Gott, mit uns selbst. Dass unsere Wunden verheilen können, dass wir verzeihen lernen und andere Wege einüben. Und versuchen alle auch dann noch zu lieben, wenn sie uns wie Feinde erscheinen.
o    U wie unmöglich?
Der Engelsgesang wurde ein Hit, weltweit. Obwohl oder gerade weil die Botschaft der Engel fordernd ist. "Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde". Ehre gibt man Gott durch Widerworte gegen menschlichen Größenwahn. Gegen den nationalen Größenwahn, den religiösen oder rassistischen. Doch ausgerechnet in der Nähe der Felder, wo die Hirten vom Frieden hörten, fallen immer wieder Bomben. Genau wo das Kind geboren wurde, sterben Kinder.
Trotzdem bleibt es dabei: Jesus vertraut uns, dass durch uns Frieden möglich ist. Jesus hält es tatsäch¬lich für denkbar, erlebbar, machbar, erreichbar, dass wir Frieden stiften. Frieden nicht nur gut finden, über ihn reden oder für Frieden demonstrieren. Nicht nur um Frieden beten und ihn von Gott erwarten. Sondern auch dazu beitragen, Frieden zu schaffen. Helfen, den Frie¬den mit zu verwirklichen.
Das Kind, zu dessen Geburtstag die Engel dieses erste Weihnachtslied anstimmen, wird als Erwachsener sagen: "Glückselig sind die Menschen, die Frieden stiften."  Und Jesus meinte das ernst.
Selig, glücklich und beseelt von Gott sind die Menschen, die glauben, dass Friede möglich ist. Die nicht Krieg, sondern Frieden spielen. Die für Frieden einstehen. Keine Feindbilder schüren. Keine Vergeltungsketten schmieden. Nicht rechthaberisch sind. Nicht leichtfertig daherreden, von den Guten und den Bösen - als ginge die dünne Linie nicht quer durch unser eigenes Herz. Die friedlich sprechen. Friedlich handeln.
Die nicht fundamentalistisch werden, und doch ein festes Fundament haben, weil sie sich von Gott angenommen wissen. Die Weihnachten feiern und Frieden schaffend Glauben leben.
Durch das Kind in der Krippe werden wir Kinder Gottes. In diesem Kind finden wir Frieden und werden in unserer Seele heil. Werden aufgerichtet und groß gemacht. Durch ihn will auch in uns etwas Neues beginnen, wenn wir uns nur ihm über¬lassen. Und tun, was er uns aufträgt.
Kein Wunder, dass die Engel zu seinem Geburtstag singen:
"Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde für die Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht." (Lukas 2,14)

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Erstelldatum24.12.2018 15:39:00
Erstellt vonPeter Arpad
Änderungsdatum20.01.2019 08:55:22
Geändert vonPeter Arpad

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