Der Streit über den Weg der Baptisten im Nationalsozialismus
Jacob Köbberlings Auseinandersetzung
mit Paul Schmidt
zu Oxford 1937 und Velbert 1946

von Roland Fleischer

Baptismus-Dokumentation Band 4
Oncken-Archiv Elstal 2014
172 Seiten, Paperback, ISBN: 978-3-7357-8618-0, Schutzgebühr 8,90 €

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Baptistengemeinden in Deutschland, seit 1941 im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, suchten ihren Weg in der Zeit des Nationalsozialismus weitgehend in Anpassung an die politischen Verhältnisse. Zu den wenigen öffentlichen Mahnern und Befürwortern eines alternativen Weges gehörte der Baptist Dr. Jacob Köbberling, der Bekennenden Kirche nahe stehend. Dieser Band dokumentiert zum einen die offiziellen Stellungnahmen des Bundesdirektors Paul Schmidt zu dem Konflikt über die Weltkirchenkonferenz 1937 in Oxford, seinen Rechenschaftsbericht zum ersten Nachkriegs-Bundesrat 1946 in Velbert sowie das neue Glaubensbekenntnis des Bundes von 1944. Zum anderen werden die Gegenschriften Köbberlings - z.T. erstmalig – veröffentlicht, jeweils ergänzt mit dessen umfangreicher Korrespondenz. Roland Fleischer hat diesen vierten Band der Reihe „Baptismus-Dokumentation“ zusammengestellt und ergänzt durch eine historische Einführung sowie informative biografische Beiträge zu Köbberling und Schmidt.

Roland Fleischer, geboren 1945 in Stetten im Remstal, studierte evangelische Theologie in Tübingen, Hamburg und Göttingen. Als Pastor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) wirkte er in den Gemeinden Duisburg, Bad Oldesloe, Wiehl, Hamburg-Bergedorf und Eisenach. Daneben engagiert er sich u.a. im historischen Beirat und im AK Zeitzeugenbefragung des BEFG. Seit Jahren bemüht er sich, das Schicksal judenchristlicher Mitglieder aus Baptistengemeinden im „Dritten Reich“ zu erforschen, aufzuklären und zu veröffentlichen.


Roland Fleischer
Judenchristliche Mitglieder in Baptistengemeinden im „Dritten Reich“.


Mit diesem Beitrag werden die Lebensschicksale von Judenchristen, die in der NS-Zeit zu Baptistengemeinden gehörten, in Form von Biogrammen dokumentiert. Diese folgenden 41 Biogramme, darunter sechs Holocaustopfer, können somit vor dem Vergessen bewahrt werden. Aufgrund der Quellenlage sind die einzelnen Lebensläufe nur unterschiedlich lang dokumentierbar. Die vorliegende Zusammenstellung beruht auf Gemeindefestschriften und Aufsätzen sowie eigenen Nachforschungen in Gemeindearchiven, staatlichen Archiven, dem Oncken-Archiv Elstal und Korrespondenz mit Familienangehörigen, Zeitzeugen und Historikern.
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